Legend Build - Frequenz- oder Intervallegenden erzeugen (Integer Grids)

Dialogfenster

Legend Build ermöglicht die Erstellung automatisch klassifizierter Legenden ohne Verwendung des Legendeneditors. Gegenüber dem Legendeneditor bietet Legend Build folgende Vorteile:

Folgende Eingaben sind erforderlich:

Die Themen, für die eine Legende erstellt werden sollen, müssen aktiv sein.

Classification field: Verfügt das aktive Thema über kein Klassifikationsfeld (Legendentyp Single Symbol) muss eines gewählt werden. Es sollte jene Werte enthalten, nach denen das Thema klassifiziert werden soll.

Colors: Auswahl der zu verwendenden Farbskala. Die Anzahl der Farben wird automatisch an die Anzahl der Klassen angepaßt und es werden fließende Farbübergänge gebildet:

Flip Order: Die Reihenfolge der Farbskala wird umgekehrt.

Classification Type: Bestimmen der Klassifikationsmethode. Neben den ArcView-Standardmethoden Quantile, Equal Area, Natural Breaks, Equal Interval, Standard Deviation wird auch die neue Methode Fixed Interval für feste Klassenbreiten unterstützt (siehe unterhalb).

Classes: Eingabe je nach Klassifikationsmethode:

Limit Data Range: Ohne Angaben wird der Datenbereich nicht eingeschränkt.

Additional Colors:

Klassifikationsmethoden:

Quantile: Füllt die einzelnen Klassen mit jeweils gleich vielen Werten (bei Grid-Themen entspricht dies der Flächengröße). Dies ist die einfachste Klassifikationsmethode und nur für linear verteilte Daten geeignet. Bei unproportionierter Verteilung sind andere zu bevorzugen.

Equal Area: Verteilt die Gesamtfläche möglichst gleich auf die Anzahl der Klassen. (Gewichtung nach Größe der Flächen, Länge der Linien bzw. Anzahl der Einzelpunkte oder Zellen). Jede Klasse umfasst etwa die selbe Fläche, aber nicht immer die selbe Anzahl von Elementen. Nur wenn die Größe aller Elemente ungefähr gleich ist, liefert diese Methode ähnliche Ergebnisse wie Quantile.

Natural Breaks: Erzeugt die gewünschte Anzahl von Klassen durch Bestimmung "natürlicher" Klassengrenzen. Anhand einer statistischen Formel (sog. Jenk´s Optimierung) wird die Summe der Varianzen in jeder Klasse minimiert. Diese Methode ist zwar etwas komplex, liefert aber i.d.R. die besten Ergebnisse, da sie Gruppierungen und Mustern folgt, die in den Daten vorhanden sind. Die Berechnung erfolgt anhand der Anzahl der Elemente - die Fläche der Elemente wird dabei nur bei Grid-Themen berücksichtigt (Anzahl der Zellen). Bei stark unproportionierter Verteilung der Flächen ist bei Polygonthemen unter Umständen Equal Area zu bevorzugen.

Equal Interval: Erzeugt die gewünschte Anzahl von Klassen mit jeweils gleicher Breite (zwischen Minimal- und Maximalwert). Die Anzahl der Klassen kann festgelegt werden - daraus ergibt sich deren Breite.

Fixed Interval: Diese zusätzlich in Arc4You implementierte Klassifikationsmethode erzeugt Klassen mit gewünschter Klassenbreite (zwischen Minimal- und Maximalwert). Die Breite der Klassen kann festgelegt werden - daraus ergibt sich deren Anzahl.

Standard Deviation: Bei dieser Methode wird der Mittelwert der Daten berechnet und als zentrale Klasse "mean" dargestellt (die i.d.R. keine Werte enthält). Ober- und unterhalb werden Klassen mit einem Bruchteil der Standardabweichung (dieser Faktor kann eingegeben werden - normalerweise 1/4, 1/2 oder 1) als Klassenbreite gebildet, bis jeweils alle Datenwerte erfaßt sind. Die Klassifikation kann daher auch asymmetrisch sein, d.h. ober- und unterhalb eine unterschiedliche Anzahl von Klassen enthalten. Alle Werte ober- bzw. unterhalb der dreifachen Standardabweichung werden in je eine Klasse zusammengefaßt. Es empfiehlt sich die Verwendung einer dichromatischen Farbskala.

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