Arc4You Poly Clean 1.0.0.3

Mit dieser Erweiterung für ESRI ArcView GIS 3.x können Sie die Topologie von Polygonthemen bereinigen, d.h. alle möglichen Fehler wie zerstörte oder sich überlappende Polygone sowie Lücken zwischen den Polygonen reparieren. Dieser Befehl sollte sowohl nach dem Konvertieren einer Datenquelle in ein Shapefile (z.B. aus einem ARC/INFO Coverage oder einer AutoCAD Zeichnung) als auch nach dem Bearbeiten oder Verschneiden von Polygonthemen im GeoProcessing Wizard oder den XTools durchgeführt werden. Shapefiles sollten vor allem vor der endgültigen Datenübergabe oder der Umwandlung in ein ARC/INFO Coverage bereinigt werden.

Warum ist die Topologie von Polygon-Shapefiles oft fehlerhaft?
Warum sollten die Koordinaten von Shapefiles gerundet werden?

Nachdem Sie die Extension in Ihr Projekt geladen haben, erscheint in der Symbolleiste der View die neue Schaltfläche .
Klicken Sie auf diese Schaltfläche um das aktive Polygonthema zu analysieren und zu bereinigen.

Hinweis: Halten Sie die Shift Taste gedrückt, wenn Sie auf die Schaltfläche klicken, um den Befehl mit den zuletzt gewählten Einstellungen erneut aufzurufen. Dadurch können Sie den Reinigungsprozess wiederholen oder andere Themen mit den selben Einstellungen bereinigen.

Was ist neu in Version 1.0.0.3:


Was ist neu in Version 1.0.0.2:


Folgende Fehler können Sie mit dieser Extension vollautomatisch finden und bereinigen:


Wie Fuzzy Vertices gefunden werden: Unscharfe Punkte können mit folgendem Trick gefunden werden: In einem Shapefile müsste jeder Vertex zwischen benachbarten Polygonen doppelt, Eckpunkte zwischen den Polygonen (Knoten) drei- oder mehrfach und Randpunkte nur einfach vorhanden sein. Die randlich gelegenen Punkte erhält man, indem man alle Polygone des Shapefiles zu einem Gesamt-Polygon vereint. Alle anderen Punkte, die nur einmal vorkommen, sind "unscharf".

Wie Splitter-Polygone gefunden werden: Zur Identifizierung schmaler Flächen wird das sog. Dünnheitsmaß (Thinness Ratio) verwendet: das Verhältnis zwischen dem Quadrat der Maximalausdehnung eines Polygons in X- und Y-Richtung (z.B. 100x100 m² bei einer X-/Y-Ausdehnung von 30/100 m) und seiner Fläche. Dieses Maß stellt den Kehrwert der sog. QDRatio bzw. Thickness Ratio dar (die beispielsweise in der Extension Edit Tools von Ianko Tchoukanski Anwendung findet). Je größer der Wert, desto schmäler das Polygon (bei einem Wert von 10 deckt das Polygon nur ein Zehntel seiner Ausdehnung ab). Quadrate erreichen den Minimalwert 1. Im Gegensatz zur sog. Sliver Ratio (ab ArcView 3.2), dem Verhältnis von Fläche zu Umfang, ist dieser Wert unabhängig von Länge und Ausfransung der Umrißlinie des Polygons. Auch ein dichtes Netzwerk aus feinsten Adern würde nicht als schmale Fläche eingestuft, wenn es einen Großteil seiner Ausdehnung ausfüllt.

Wie Lücken und Überlappungen gefunden werden: Der Algorithmus zur Feststellung von Lücken und Überlappungen wurde (soweit dies in Avenue möglich ist) auf Geschwindigkeit optimiert und benötigt auch bei Zehntausenden Polygonen nur wenige Minuten. Die Zeitdauer steigt nahezu linear mit der Anzahl der Flächen. Dies wird dadurch erreicht, daß das Thema in rechteckige Bereiche von wenigen Hundert Polygonen aufgeteilt wird, und Lücken und Überlappungen für alle Polygone innerhalb dieses Bereichs in einem Arbeitsschritt geprüft werden. Wenn einer dieser Bereiche mehr als 400 Polygone enthält, wird er in so viele gleich große Rechtecke aufgeteilt, daß in jedem etwa 200 Polygone liegen (z.B. bei 800 Polygonen in 2x2 Rechtecke). Wenn Sie die Option Display Errors as Graphics aktiviert haben, wird der jeweils analysierte Bereich in der View schwarz umrandet.

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